Zeit zum Nachdenken

Hier ist Platz für Worte, die uns inspirieren, uns zum Nachdenken bringen oder die einfach schön zu lesen sind.

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Mikansei
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Zeit zum Nachdenken

Beitrag von Mikansei » Montag 30. Mai 2011, 16:01

Selbstfindung

Ich steh’ auf der Kreuzung und weiß nicht wohin.
Will ich nach rechts oder links, wonach ist mir der Sinn?
Sollte ich vielleicht geradeaus weiter gehen
oder ganz einfach auf der Stelle stehen?
Am besten, ich geh einfach zurück,
da kenne ich alles, muss nicht kämpfen ums Glück.

Nach rechts abbiegen, das ist schon schwer,
das kostet mir Mühe und Anstrengung sehr.
Sehe nicht, was hinter der Kurve liegt
und weiß nicht, ob mich meine Angst besiegt.

Linksherum geht es den Berg hinauf.
Da brauche ich Kraft, nehme ich das in Kauf?

Geradeaus muss ich den Berg runter gehen,
ich kann jetzt schon so viele Schlaglöcher sehen.

Was ist nun richtig? Wie soll ich wählen?
Kann ich auf Hilfe von außen zählen?

Was soll ich tun und wie mich entscheiden?
Mach ich es mir leicht? Soll das Schwere ich meiden?
Oder schaff ich’s und kämpfe und laufe nicht fort,
auch wenn ich nicht weiß, was erwartet mich dort?

Ich nehme es auf mich, die Neugierde siegt.
Das hinter mir kenne ich, will wissen, was vor mir liegt.
Ich muss die Chance nutzen und weiter gehen,
nach vorn blicken, ohne mich umzudrehen.
Bin gespannt auf die Zukunft und brenn innerlich,
will intensiv leben, denn es geht um MICH.
- Claudia Henkel –
Zuletzt geändert von Mikansei am Samstag 25. Juni 2011, 21:27, insgesamt 1-mal geändert.
"Geh du vor" sagt die Seele zum Körper, "auf mich hört er ja nicht!"
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Andrea
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Re: Selbstfindung

Beitrag von Andrea » Dienstag 31. Mai 2011, 19:52

Wow, das passt bei mir wie die Faust auf's Auge! Habe es gerade geschafft, Altes zu Beenden und Raum für Neues zu schaffen - ohne das Neue genau zu kennen oder zu wissen, was auf mich zukommt und wie sich alles entwickeln wird ... für mich als Stier, der das Gewohnte, Althergebrachte, Vertraute und "Sichere" liebt, ein ziemlich großer Schritt - JSJ hat dabei sehr geholfen ;)

Danke, Mikansei, für's Reinstellen :)

LG
Andrea
Das ist meine PERSÖNLICHE Meinung und Sichtweise. Bitte hinterfragt sie und entscheidet selbst, welche Aussagen Ihr annehmt und welche Ihr nachprüft. Wenn Ihr auf falsche Darstellungen meinerseits stosst, korrigiert mich bitte. Ich lerne gerne :)

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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Mittwoch 1. Juni 2011, 06:13

Liebe Andrea,
des freut mich, dass es zu dir auch grade
so gut passt wie zu mir :D

Lg
Carmen
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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Mittwoch 15. Juni 2011, 12:53

DIE GEBURT DES SCHMETTERLINGS

Ein Wissenschaftler beobachtet einen Schmetterling und sah, wie sehr sich dieser abmühte, durch das enge Loch aus dem Kokon zu schlüpfen. Stundenlang kämpfte der Schmetterling, um sich daraus zu befreien. Da bekam der Wissenschaftler Mitleid mit dem Schmetterling, ging in die Küche, holte ein kleines Messer und weitete vorsichtig das Loch im Kokon damit sich der Schmetterling leichter befreien konnte.
Der Schmetterling entschlüpfte sehr schnell und sehr leicht. Doch was der Mann dann sah, erschreckte ihn doch sehr.
Der Schmetterling der da entschlüpfte, war ein Krüppel.
Die Flügel waren ganz kurz und er konnte nur flattern aber nicht richtig fliegen. Da ging der Wissenschaftler zu einem Freund, einem Biologen, und fragte diesen:
"Warum sind die Flügel so kurz und warum kann dieser Schmetterling nicht richtig fliegen?"
Der Biologe fragte ihn, was er denn gemacht hätte.
Da erzählte der Wissenschaftler dass er dem Schmetterling geholfen hatte leichter aus dem Kokon zu schlüpfen.
"Das war das Schlimmste was du tun konntest. Denn durch die enge Öffnung, ist der Schmetterling gezwungen, sich hindurchzuquetschen. Erst dadurch werden seine Flügel aus dem Körper herausgequetscht und wenn er dann ganz ausgeschlüpft ist, kann er fliegen.
Weil du ihm geholfen hast und den Schmerz ersparen wolltest, hast du ihm zwar kurzfristig geholfen, aber langfristig zum Krüppel gemacht."
Wir brauchen manchmal den Schmerz um uns entfalten zu können - um der oder die zu sein, die wir sein können.
Deshalb ist die Not oft notwendig - die Entwicklungschance die wir nutzen können.

(Quelle: unbekannt)
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Re: Selbstfindung

Beitrag von Panthera » Mittwoch 15. Juni 2011, 15:36

Ja,
die uns in diese Welt helfen
haben oft ungewöhnliche Gesichter.

Dankeschön
für diese schöne Erzählung, mikansei.

Ich erinnere mich an das Buch "Alexis Sorbas"
von Nikos Kasantsakis
der auch davon erzählt,
wie er einem Schmetterling den Eintritt in die Welt erleichtern wollte
mit dem gleichen dramatischen Ergebnis.

Ich wünsche allen eine schöne Vollmondnacht
der Mond ist im Schütze
Weite und Vision wird uns begleiten!

Liebegrüsse

Panthera
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manchmal - wenn der himmel tief luft holt und sonne mond und sterne zu atem kommen - spüre ich meine maske von innen
und empfinde mit jeder faser, dass ich daheim bin

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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Donnerstag 16. Juni 2011, 09:43

Diese Zeilen stammen nicht von mir. Ich durfte sie gestern empfangen und mit freundlicher Genehmigung des Autor´s hier veröffentlichen.

Vielleicht, lieber Jo, wirst du hier noch einmal selbst zu Wort kommen!


Spirit

Spüre den Spirit, er ist das, was immer strömt und fliesst
Lausche ihm, er ist das, was mit einer Zunge spricht, was immer gehört werden kann und nicht verstanden werden muss.
Spirit ist der Sprit, das Benzin des Lebens. Das, was das Leben lebendig macht.
Das, was schon wach ist, wenn Du morgens wach wirst, das, was Dich durch den Tag bringt, Dich trägt und einhüllt und agieren lässt.
Spirit ist das, was Dich abends ins Bett bringt, Dich in den Schlaf wiegt und Dich in Deine nächtliche Traumwelt begleitet.
Spirit ist auch da, wenn das Bewusstsein wegfällt und Du Dich im Tiefschlaf vergisst.
Spirit ist der Geist, der das göttliche Gewahrseinslicht mit der Welt verbindet. Er ist der Geist, der Gott und die Welt eins macht. Das göttliche Licht ist das, was aus Dir strömt, vom Geist beseelt, macht es die Welt eins mit Dir.
Lass Dich ein auf das, was immer strömt und fliesst in Dir und Du wirst eins mit Gott.
Du wirst eins mit dem, was Du eh schon bist.
Du wirst eins mit Dir, mit der Welt und mit dem was fliesst.
Spüre, wie es fliesst in Dir.
Du bist der oder das, was es wahrnimmt.
Spüre, wie es fliesst, wie es im Körper strömt und fliesst.
Du bist der oder das, was den Körper wahrnimmt und was das fliessen wahrnimmt.
Du bist ausserhalb und mitten drin, gleichzeitig! Sehe, dass das Fliessen und Strömen nicht begrenzt ist.
Es fliesst und strömt im Körper, doch der Spirit kennt keine Grenzen.
Er geht ohne weiteres durch alles hindurch und ist in allem spürbar.
Der Spirit ist das, was verbindet.
Im Blick ist der Spirit das, was das Sehen trägt, was es verbindet, was es zusammenbringt und in einem Punkt auflöst. Jeder Gedanke ist vom Spirit durchtränkt und lässt eine eigene Welt entstehen.
Sobald Du an jemanden denkst bist Du mit dem anderen durch den Spirit verbunden und Du strömst mit ihm und in ihm und Durch ihn.
Im Spirit wird alles als Eins wahrgenommen. Es ist vorher auch schon Eins, doch durch den Spirit kann es als solches wahrgenommen werden.
Drum, ja, verbinde Dich mit dem Spirit. Lass Dich ein auf das strömen und fliessen in Dir.
Doch bleib da nicht stehen, sondern schau weiter, immer weiter.
Lass Dich weitertreiben, lass Dich ein auf das, was ist.
Wo kommt dieses Strömen her?
Gibt’s einen Ursprung, gibt’s eine Quelle dieses Spirits.
Wo kommt er her?
Gibt’s einen Anfang, gibt’s ein Ende?
Wenn der Spirit grenzenlos ist, dann ist er auch zeitlos.
Es gibt nur einen Spirit und der ist grenzenlos und zeitlos.
Der Spirit ist in Dir, geht durch Dich durch und erschafft damit die Welt.
Wo kommt er her?
Unergründlich!
Doch unumgänglich!
Unausweichlich!
Sehe Es!
Etwas ist da, was dieses alles sieht!
Etwas ist da, was spürt.
Etwas ist da, was wahrnimmt.
Wahrnehmen und Erkennen ist Eins.
In der Wahrnehmung erscheint immer eine Dreiheit.
Es erscheint der Wahrnehmer, der Prozess der Wahrnehmung und das Objekt der Wahrnehmung.
Es erscheint der Seher, der Prozess des Sehens und das Objekt, das gesehen wird.
Alles drei entsteht gemeinsam und erscheint in dem, was Du bist.
Richte Dich auf den Prozess der Wahrnehmung.
Dann bist Du richtig!
Das ist das wichtigste und einzig sinnvolle zu tun.
Lass dich ein auf die Wahrnehmung.
Lass es strömen.
Egal wer strömt, egal was geströmt wird oder wohin der Strom geht.
Es strömt, nur das ist wichtig.
Irgendwann bleibt nur noch Licht übrig.
Alles was strömt, strömt in einem Licht!
Dieses Licht ist das erste Gewahrseinslicht, das wach wird.
Das Erste was es gibt, in dem alles strömt und in dem alles erscheint.
Es ist auch das letzte das wegfällt.
Und das ist das einzige was verstanden werden kann!
Dieser erste Seher, dieses erste Gewahrseinslicht, ist auch schon etwas, was erscheint.
Auch schon dieser erste Seher, dieses erste Gewahrseinslicht entsteht in der Wahrnehmung.
Du bist nicht der Seher, Du bist das, was Wahrnehmung ist!
Absolut und unausweichlich.
Frei, unbefangen
Du bist Es.
Der Seher, das Sehen und das Gesehene erscheint darin.
Du bist immer davor und es ist in Dir!
Sei Es!
Du bist es schon!
Drum sei es absolut!
"Geh du vor" sagt die Seele zum Körper, "auf mich hört er ja nicht!"
"Ich werde krank werden" sagte der Körper, "dann hat er Zeit auf Dich zu hören"...
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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Donnerstag 23. Juni 2011, 00:17

DAS MÄRCHEN VON DER TRAURIGEN TRAURIGKEIT

http://www.youtube.com/watch?v=r7Wvur8v ... re=related
Zuletzt geändert von Mikansei am Sonntag 3. Juli 2011, 20:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Selbstfindung

Beitrag von optimistin » Donnerstag 23. Juni 2011, 05:00

Hallo Mikansei,
diese Geschichte ist immer wieder schön zu lesen, vielen Dank. Ich kannte sie, sie wurde im letzten Jahr hier im Adventskalender schon einmal vorgestellt. Trotzdem ist es schön, sie noch einmal zu lesen. Es passt immer.
lg von opti
Tränen sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind Zeichen dafür, dass man zu lange versucht hat, stark zu sein.
https://www.traum-ferienwohnungen.de/104779/

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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Donnerstag 23. Juni 2011, 09:59

Danke liebe Opti,
finde die Geschichte auch so passend, nett und so gefühlvoll...
Da ich leider nicht mit dem großen Talent der Dichtkunst
gesegnet bin, beschränke ich mich auf das Geschichten sammeln :kicher:

Ganz liebe "trockene" Grüßle,
Carmen
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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Donnerstag 23. Juni 2011, 10:55

Und wieder habe ich Post vom lieben Jo erhalten und finde,
es sollte einen Platz in meiner "Sammlung" bekommen...

Ist noch Suppe da?
Wie schmeckt Deine Suppe?
Hast Du sie wirklich verdient?
Wie hast Du sie verdient?
Ein Reicher würde wahrscheinlich begeistert sagen: “Das ist der Lohn meiner harten Arbeit.“
Ein Armer würde wahrscheinlich verbittert sagen: „ Das ist der Lohn meiner harten Arbeit.“
Wer hat Recht?
Der Reiche. Der Arme. Keiner. Beide.
Wenn der Reiche ehrlicher ist, muss er wahrscheinlich zugeben, dass sehr viel anderes noch mit im
Spiel war. Die Zeit, die Menschen, die Entscheidungen. Am Ende wird er vielleicht zum Schluss
kommen, es war einfach Glück oder Zufall.
Wenn der Arme ehrlicher ist, muss er wohl auch zugeben, dass auch sehr viel anderes noch mit im
Spiel war. Die Zeit, die Menschen, die Entscheidungen. Am Ende wird er vielleicht zum Schluss
kommen, es war einfach Pech oder Schicksal.
Immer hängt es ab von jemandem, der seine Situation erklären will.
Jeder schaut aus seiner ganz persönlichen Warte. Jeder hat in der Situation, in der Geschichte eine
ganz bestimmte Position und daraus sieht er sich und die Welt. Er schätzt sie ein, beurteilt sie und
versucht sie zu erklären. Wenn möglich versucht er sie anzupassen und zu verändern.
Irgendwann ist es Zeit über den eigenen, persönlichen Tellerrand hinaus zu schauen.
Was siehst Du dann?
Du siehst wahrscheinlich erstmal viele andere Teller. Aus manchen blickt Dich jemand entgeistert,
überrascht oder freundlich an, aus anderen schaut niemand hervor.
Nun kannst Du Dich mit den anderen die Dich anblicken zusammen tun. Du kannst eine Gruppe
oder eine Gemeinschaft bilden. Irgendwann wirst Du vielleicht merken, meist erst relativ spät, dass
das schon wieder ein neuer Teller ist, in den Du Dich gesetzt hast.
Du kannst aber auch den Sprung wagen!
Steh auf!
Stell Dich auf den Rand des Tellers und spring!
Es ist keine grosse Sache!
Springen heisst ganz einfach Sehen!
Gewahrsein!
Du siehst wie Dein Teller und Deine Suppe unabhängig ist von Dir.
Ebenso bist Du unabhängig von allen anderen Tellern und Suppen.
Du bist frei!
Sehe es, es ist genug!
Sehe es und sei gewahr.
Gewahrsein bedeutet anstrengungsloses Sehen.
Gewahrsein ist etwas, was Dich zur Suppe macht.
Ganz und gar!
Diese Suppe braucht keinen Teller mehr.
Diese Suppe ist völlig geschmacklos und schmeckt dennoch himmlisch!
Diese Suppe ist ohne Konsistenz und dennoch hält sie alles zusammen.
Diese Suppe ist das einzige, was es gibt, drum muss sie niemand auslöffeln.
Sie ist einzigartig und dennoch erscheint darin alles in überwältigender Vielfalt.
Trink, du bist die Suppe!
Spring, es gibt nur Suppe!
Ist noch Suppe da?
Soviel du willst!
Ewig!
Unerschöpflich, Schöpferlos, zum heiligen Schöpfer, auch der ist Suppe!
Geniesse Sie!
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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Freitag 24. Juni 2011, 18:38

Liebe Sunny,
ich habe im Gefühl dass dir diese Geschichte gefallen wird! : 26

SELBER WISSEN WAS RICHTIG IST!

http://www.lichtkreis.at/html/Gedankenw ... wissen.htm
Zuletzt geändert von Mikansei am Sonntag 3. Juli 2011, 20:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Freitag 24. Juni 2011, 19:19

Danke liebe Sunny,
es paßt sogar SEHR gut hier her : 26

Ich hab große Ohren, da paßt viel rein...
Mein Männle würd jetzt sagen "und a große Gosch" :mrgreen:
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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Samstag 25. Juni 2011, 20:32

Eine wundervolle Liste

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben.
Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin.
Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste.
Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. “Wirklich?”, hörte man flüstern. “Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!” und “Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen”, waren die Kommentare.
Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.
Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre.
Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr:
“Waren Sie Marks Mathelehrerin?”
Sie nickte.
Dann sagte er: “Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen.”
Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen.
“Wir wollen Ihnen etwas zeigen”, sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. “Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen.”
Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinander gefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten.
“Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben”, sagte Marks Mutter. “Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt.”
Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin.
Charlie lächelte und sagte: “Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch.”
Die Frau von Heinz sagte: “Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben.”
“Ich habe meine auch noch”, sagte Monika. “Sie ist in meinem Tagebuch.”
Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. “Ich trage sie immer bei mir.” sagte sie und meinte dann: “Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt.”
Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

Im Zusammenleben mit unseren Mitmenschen vergessen wir oft, dass jedes Leben eines Tages endet und dass wir nicht wissen, wann dieser Tag sein wird. Deshalb sollte man den Menschen, die man liebt und um die man sich sorgt, sagen, dass sie etwas Besonderes und Wichtiges sind.


Diese Geschichte war ursprünglich ein Kettenbrief
Gefunden auf http://www.zeitzuleben.de
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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mandala » Samstag 25. Juni 2011, 20:40

oohhh - da ist ja eine Geschichter schöner als die andere!!!
Vielen Dank Euch :D

Mandala

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Re: Selbstfindung

Beitrag von Mikansei » Samstag 25. Juni 2011, 20:47

Danke liebe Mandala,
scheint des wird ne kleine Sammlung!

Glg Carmen
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