Mühe mit einer neuen Situation

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morcheba
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Mühe mit einer neuen Situation

Beitrag von morcheba » Samstag 18. Mai 2019, 02:42

Hallo miteinander

Ich bin nach langer Zeit wieder mal im Strömforum anzutreffen. Ich habe mich nun einige Jahre nicht mehr so stark für JSJ interessiert aber nun bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich denke, dass JSJ mir vielleicht helfen könnte. Mir geht es momentan psychisch ziemlich mies...
für viele wird das Geschilderte eine Bagatelle sein, mich macht es nun aber gerade ziemlich fertig und raubt mir auch den Schlaf. Nun zu meinem „Problem“:

Unsere Tochter kommt im Herbst in den Kindergarten (Schweiz) und bis anhin habe ich mich sehr gefreut, auch für sie. Nun haben wir die Einteilung erhalten. An einem Standort hat es drei verschiedene Abteilungen. Es sind 6 deutschsprachige Mädchen, die neu in den Kindergarten kommen und nun ist es so, dass unsere Tochter in einem Kindergarten ist, ein anderes Mädchen in einem anderen und die anderen vier zusammen. (Wer sonst noch dort ist, wissen wir nicht, da wir keine Liste erhalten haben.) In der Vierergruppe sind drei Freundinnen meiner Tochter und meine Tochter ist nun ziemlich enttäuscht... lange Rede kurzer Sinn: ich bin auch sehr enttäuscht und es schmerzt. Ich kämpfe mit dieser Situation und hinterfrage warum immer meine Tochter bei solchen Einteilungen im Nachteil ist - es war nicht das erste mal. Ich habe nun Angst vor dem Besuchsmorgen und frage mich ob meine Tochter überhaupt gerne hin gehen wird. Sie hat sich so grosse Hoffnungen gemacht, dass sie mit einem dieser Mädchen eingeteilt wird und nun ist sie alleine.

Ich als Mutter bin ziemlich verzweifelt und eine Umteilung ist nicht möglich. Wir haben bereits im Vorfeld angefragt ob unsere Tochter mit dem einen Mädchen eingeteilt werden könnte und diese Bitte wurde nicht berücksichtigt... es macht mich traurig, wütend, nachdenklich... vielleicht kann mich jemand verstehen und eventuell hilft mir JSJ.

Vielleicht hat mir jemand einen Tipp und sons hat es mir in einem ersten Schritt geholfen den ganzen Frust mal loszuwerden.

Liebe Grüsse
morcheba

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Christa
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Re: Mühe mit einer neuen Situation

Beitrag von Christa » Samstag 18. Mai 2019, 09:33

Hallo morcheba,
versuche - wenn Du die Umstände schon nicht ändern kannst - doch mal Deine Einstellung zu ändern.
Es heißt nicht umsonst "Kinder sind der Spiegel ihrer Eltern", was bedeutet: deine unguten Gefühle zu der Angelegenheit übertragen sich auf das Kind. Wenn Du selber dem Neuen offener gegenübertreten kannst (hier liegt vielleicht auch eine neue Chance für mein Kind, es wird sicher neue Freunde finden, das neue Umfeld öffnet neue Möglichkeiten ... usw.) dann wird auch das Positive sich auf das Kind übertragen.
Und um das alles umzusetzen kannst du Dir durch das Halten der folgenden SES helfen:
SES 5, Ablegen von Altem, Annehmen von Neuem, Ängste loslassen, Überblick bekommen, stärken und unterstützen,
SES 9 Änderung von Situationen, bisheriges beenden, denken im Augenblick, Neue Wege wagen, Vergangenes auflösen, Verwandeln, Wachstum
SES 13 die Dinge anders sehen, Erneuerung.
Herzlichen Gruß
Christa
Nichts kann den Menschen mehr stärken,
als das Vertrauen, das man ihm entgegenbringt.
(Tolstoi)

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Nirbheeti
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Re: Mühe mit einer neuen Situation

Beitrag von Nirbheeti » Samstag 18. Mai 2019, 10:26

Liebe morcheba,

ich kann dich soo gut verstehen! Durch die Kriegswirren, Flucht und den Wiederaufbau von Schulen wurde ich immer wieder umgeschult. Alle 2 Jahre wurde ich aus allen Freundschaften herausgerissen und war immer wieder "die Neue" und auf mich gestellt. Aber irgendwie haben es meine Eltern geschafft, das Ding ins Positive zu drehen - vor allem meine Mutter. Entschlossen und äußerst kreativ - als hätte sie sich immer den Gallenblasenstrom geströmt - haben meine Eltern das (billige) Reisen und die Welt-kennen-lernen dem Trauern um die verlorene Heimat entgegengesetzt. Ich kann jetzt sehen, dass dies der Anfang meines eigenen Weges war und ich möchte keine "Umleitung" missen. Kampfkarpfen hatte früher mal die Signatur: "Umwege erweitern die Ortskenntnis." : 10 ;)

Um dich selber an die Situation anzupassen, hilft auch SES 22 und für deine Muttersorgen der Milzstrom. Schau dir bei Besuchstagen die Eltern und ihre Kinder so unvoreingenommen an, wie du nur kannst. Wer weiß, vielleicht bist du noch froh, dass es so gekommen ist.

Mir fällt grad auf, dass Christa und ich uns da ergänzen: 13 und 22 haben die gleiche Quersumme 4: ausgerechnet noch eine VISION dazu, das Fenster zum Kosmos, der Blick in die großen Zusammenhänge. Die Webende Prinzessin teilt uns zu, was wir gerade brauchen.

Lieben Gruß und gutes Gelingen!
Nirbheeti
Entdeckung heißt sehen, was alle gesehen haben,
und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
(What Mary says, S. 11)

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Re: Mühe mit einer neuen Situation

Beitrag von Kampfkarpfen » Sonntag 19. Mai 2019, 18:21

Kampfkarpfen hatte früher mal die Signatur: "Umwege erweitern die Ortskenntnis." : 10

Der würde zu mir passen. :D

Doch das war wohl jemand anderes . Ich hatte den von der Hummel die nicht weiß das sie zu schwer zum Fliegen ist und deshalb einfach fliegt. : 26
Grüßle Kampfkarpfen

Schöne Momente kannst du nicht festhalten sie fliegen davon wie eine Pusteblume.
Doch die Erinnerung daran bleibt manchmal eine Weile und manchmal auch für immer.

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Re: Mühe mit einer neuen Situation

Beitrag von Cestca » Sonntag 19. Mai 2019, 19:26

Liebe morcheba

Ich hatte im Vor-Kindergartenalter eine ganz enge Freundin. Wir wurden in zwei verschiedene Kindergärten eingeteilt. So viel ich weiss, versuchten unsere Eltern auch zu intervenieren, aber da war nichts zu machen. Ich erinnere mich, wie extrem traurig ich war.

Als der Kindergarten dann aber begann, war es für mich dann irgendwie gar kein Thema mehr, obwohl ich in der Gruppe niemanden von vorher näher kannte. Es war so viel neu und anders, und ich fand auch gut Anschluss.

Vermutlich ist es aber schwieriger, wenn die anderen drei Freundinnen zusammen eingeteilt wurden. Dann kommt die Angst dazu, künftig ausgeschlossen zu sein von diesem Freundinnengrüppchen. Auch das muss aber nicht zwingend passieren.

Die schon vorgeschlagenen 13 und 22 kam mir als erstes in den Sinn dazu, weil die mir einfach immer gut tun, wenn ich verletzt oder besorgt bin. Und dann noch die 19, in die eigene Autorität kommen. Die Schulbehörde bestimmt zwar über die Einteilung und damit über einen Aspekt eures Lebens. Aber du bestimmst, was du machst damit, wie du umgehst damit.

Alles Gute
Cestca
Schäme dich nicht, zu sagen, was dein Herz für recht hält.

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Re: Mühe mit einer neuen Situation

Beitrag von AnnSophie » Dienstag 21. Mai 2019, 20:36

Liebe Morcheba,

ich kenn Dein Gefühl aus meiner eigenen Vergangenheit allzugut. Früher war ich auch jemand der vermeintlich immer wieder vom Leben benachteiligt wurde.....

In einer (Lebens)-krise hört ich das Lied Anthem von Leonard Cohen wie zum ersten Mal und der Text:

There's a crack in everything
That's how the light get's in.

Wandelte mein Denken von Grund auf. Dieser Gedanke, dass es genau der Riss, der Bruch, der Knacks ist, durch den das Licht reinkommt war für mich eine ganz neue Erkenntnis. Strömend würde ich dabei auch an die 22 denken, hier ist meine Geschichte dazu: viewtopic.php?f=42&t=5523&p=50277&hilit=eckstein#p50277

Auch die systemische Weisheit: Wenn Du jemanden stärken willst, bekämpfe ihn, finde ich in solchen Kontexten tröstlich.

Herzlich AnnSophie
Ich liebe, also bin und werde ich.
in Erinnerung an Réné Descartes

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Re: Mühe mit einer neuen Situation

Beitrag von strömhexe » Samstag 1. Juni 2019, 18:47

Liebe morcheba,
ich schließe mich Ann-Sophie an. Ich hatte das gleich Thema als Kind und kann sehr mit dir mitfühlen. Allerdings wäre es mir lieber gewesen, meine Mutter hätte mir den Rücken gestärkt und darauf vertraut, dass ich neue Freunde finde.

Ich bin auf dem Gymnasium als einzige in eine Klasse gekommen, meine Freunde alle in die andere. Und die Mutter meiner Freundin hat noch dafür gekämpft, dass sie auch in die andere Klasse kommt. Meine Mutter fand das alles sehr gemein. Mir hat sie damit nicht geholfen. Erst jetzt ist mir klar geworden, dass ich dafür einfach die viel bessere Klassenlehrerin bekommen habe. Wäre ich nicht so fixiert darauf gewesen, dass ich das "arme" Mädel bin, wäre es mir bestimmt besser gegangen.

Soweit so gut, wünsche ich dir und deiner Tochter nur das Beste! Inzwischen weiß ich: Positive Gedanken helfen.

Liebe Grüße
strömhexe
Manchmal mußt Du einfach stehen bleiben,
damit das Glück Dich finden kann.

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Re: Mühe mit einer neuen Situation

Beitrag von Nirbheeti » Sonntag 2. Juni 2019, 14:29

Kampfkarpfen hat geschrieben:
Sonntag 19. Mai 2019, 18:21
Kampfkarpfen hatte früher mal die Signatur: "Umwege erweitern die Ortskenntnis." : 10

Der würde zu mir passen. :D

Doch das war wohl jemand anderes .
Gnomi vielleicht? Irgendwie bringe ich es in Verbindung mit dem Forumstreffen auf der "Burch" in der Rhön, wo wir uns kennen gelernt haben.

Die Wahrheit dieses Spruchs konnte ich am Mittwoch ausprobieren: Den ganzen Tag Stau auf der Autobahn und alle Bundesstraßen verstopft. Habe meine Ortskenntnis voll ausgenutzt und entdeckte eine total idyllische Straße durch einen total idyllischen Ort.

Allerdings war die Zeitplanung futsch. Sonst brauche ich 15 Minuten für die Strecke. Passend zum Thema des Threads: Man hatte die eineinhalb Stunden auf mich gewartet. Ich war ganz gerührt, denn mit so viel Geduld hatte ich gar nicht gerechnet.

Lieben Gruß!
Nirbheeti
Entdeckung heißt sehen, was alle gesehen haben,
und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
(What Mary says, S. 11)

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