Strömkur für die Ohren

Aus den virtuellen Strömtreffs wird jetzt ein eigener Raum Hier treffen wir uns an bestimmten Tagen, um gemeinsam Strömsequenzen zu strömen und unsere Erfahrungen dabei auszutauschen. Jeden Monat ist ein anderes Mitglied dafür zuständig.

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Nirbheeti
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Strömkur für die Ohren

Beitrag von Nirbheeti » Mittwoch 15. August 2012, 17:11

Ihr Lieben,

in der letzten Zeit gab es hier im Forum 3 Threads zum Thema Ohren und Hören:
Lärmempfindlichkeit:
viewtopic.php?f=9&t=4030&hilit=L%C3%A4rmempfindlichkeit
Tinitus – Projekt:
viewtopic.php?f=25&t=3938&hilit=Tinnitus
Projekt: Mein Gehör
viewtopic.php?f=17&t=3453&hilit=Tinnitus&start=0

Katjesmouse schlägt sich schon länger mit dem Projekt herum und auch bei mir setzt bereits seit Jahren die Altersschwerhörigkeit ein. Dann kam von – wer war das bloß? - der Vorschlag, fern vom Ort des Problems (symptomfern) zu strömen. Das brachte mich auf die Idee, diese Strömkur ins Leben zu rufen und dabei das Hören ein bisschen intensiver unter die Lupe zu nehmen.

Ich stelle es mir so vor, dass wir immer für eine Woche einen Strömvorschlag ausprobieren und in der Zeit über unsere Erfahrungen berichten. Bis jetzt denke ich, wir beginnen mit den entsprechenden Mudras und lassen nacheinander Finger, Zehen, HZS-Betreuer-Vermittler, SES, Organströme folgen. Dann müsste jeder eine gute Mischung aus Kurzgriffen im Alltagsgeschehen und der täglichen Strömzeit haben.

Hier schon mal der wichtigste Quickie, wenn es plötzlich laute Ohrgeräusche gibt:
"Ringing in the ears – ringfinger" = Ringfinger, wenn's im Ohr klingelt:
Halte die Basis des Ringfingers (unterstes Fingerglied). Suche die Schmerzpunkte und drücke sie ausnahmsweise fest, bis der Schmerz dort nachlässt. Bei mir ist dann das Geräusch immer sehr schnell verschwunden. Danach halte sanft das untere Fingerglied von allen Seiten (jede Fingerkuppe übernimmt eine der 4 Seiten), bis du den Puls spürst oder so lange, wie du möchtest.

Unsere Ohren – immer auf Empfang
Wir erleben unsere 5 Sinne eigentlich immer als etwas, durch das wir unsere Umwelt erfahren. So war ich ganz erstaunt, als ich zum ersten Mal hörte, dass unsere Sinne eigentlich in noch stärkerem Maße Filter sind. Wenn diese Wahrnehmungsfilter zu weit geöffnet sind, kann uns die Fülle der Eindrücke regelrecht überwältigen und damit das Nervensystem überfordern. Neu war für mich auch, dass Tasten, Riechen und Schmecken uns mit Wahrnehmungen aus der Nähe versorgen, Sehen und Hören aber Signale aus der Ferne aufnehmen. Nur einer dieser beiden letzen Sinne wacht sowohl zeitlich rund um die Uhr als auch in alle Richtungen rund um unseren Körper über unsere Sicherheit: das Hören. Wir nehmen wahr, ob ein Klang von vorn, hinten, oben, unten oder von der Seite kommt.

Die Ohren liegen außen an der Körperseite. Das erinnert mich an die Definition für aufsteigende SES, die nicht eindeutig auf der Rückseite des Körpers liegen, dort also, wo wir den Einatem empfangen. Passt das nicht wunderbar dazu, dass wir mit den Ohren nur empfangen, aber nicht senden können? Wir können unser Hören nicht einmal abstellen.

1. Übung
Mudra 2 links und rechts: "Ich höre immer schlechter." (Shb 3, S. 10)
Lege den rechten Daumen auf die Rückseite des linken Mittelfingers. Für die andere Seite umgekehrt.
Mudra 6: "Meine Ohren tun mir weh." (Shb 3, S. 15)
Lege die Fingerkuppen der beiden Daumen so auf den Ringfinger der gleichen Hand, dass sie den Fingernagel bedecken = Ring aus Daumen und Ringfinger.

Das sind drei Positionen. Halte jede 5 bis 20 Minuten, wie es deine Zeit erlaubt, auch tagsüber, wann immer deine Hände nichts zu tun haben. Mich ständig an mein Projekt zu erinnern, hat bei mir immer positive Veränderungen bewirkt – egal bei welchem Projekt. Such einfach den Weg, der für dich passt!

Lasst von euch hören, auch wer hier noch nie was geschrieben hat! Hier gibt es kein Falsch und kein Richtig, nur Erfahrungen. ;)

Lieben Gruß euch allen!
Nirbheeti
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und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von rosenrot48 » Donnerstag 16. August 2012, 20:32

Hallo Nirbheeti
das finde ich super, gerne ströme ich mit, denn auch ich merke dass ich etwas schlechter höre.
Danke für Deinen super Einfall.

Liebe Grüße
rosenrot48

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Luna
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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Luna » Donnerstag 16. August 2012, 20:36

Liebe Nirbheeti,
ich finde dies pers. eine gute Idee! Ich denke, der jenige der mit diesem oder einem anderen Projekt zu tun hat wird sicherlich mitströmen.
Und ..........,ich hoffe doch.....,
dass du ein Feedback bekommen wirst!!

Vieeeel Erfolg den aktiven Mitströmern und dir liebe Nirbheeti vieeelen Dank für deine ausführlichen und tiefsinnigen Beiträge!!!

Gute Nacht
Luna
„Der Mut der Wahrheit ist die erste Bedingung des philosophischen Studiums."
Georg Wilhelm Friedrich Hegel

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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Cestca » Freitag 17. August 2012, 07:48

Hoppla, das habe ich erst heute gelesen, sonst wäre ich schon zwei Tage mit dabei ;) Ich lege heute abend also gleich mit den beiden Mudras los. Ähm, nein, das klingt so aktiv, ich meine eher: Ich entspanne mich heute abend genüsslich und halte nebenbei die beiden Mudras.

Gruss
Cestca


Nachtrag: Das mit dem Fern-des-Orts-des-Problems-Strömen war ich. Die Ohrgeräusche bedrängen meinen ganzen Kopf manchmal so sehr, dass dort ohnehin mehr als genug Aufmerksamkeit und damit Energie hinfliesst, und es tut gut, diese mal weeeeiiiiit weg zu lenken und damit Kopf und Ohr zu befreien. Ich würde daher gerne einige Fusspunkte in die Strömkur mit aufnehmen.
Schäme dich nicht, zu sagen, was dein Herz für recht hält.

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Klee
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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Klee » Freitag 17. August 2012, 11:10

Hi bin auch dabei,

besonders das Mudra hat mir gestern gut getan.

Klee
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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Fish70 » Freitag 17. August 2012, 14:07

Hallo Nirbheeti,

eine tolle Idee.

Ich bin dabei und fange auch gleich mal damit an.

lg

vom fish
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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von ate2011 » Freitag 17. August 2012, 18:34

Kommt mir gerade zugute, da ich mich verstärkt mit den Mundras beschäftigen
möchte ... hören kann ich noch gut, dann eben vorbeugend.

Danke von der ;) ate
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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Ernestine » Samstag 18. August 2012, 06:39

Ich bin auch dabei!
Nur brauche ich immer meine Zeit, bis eine Veränderung in mein Bewußtsein dringt.
Aber früher oder später werde ich sicher etwas zu berichten haben.

Ein schönes Wochenende wünscht

Tina
Nach Kraft ringen. Das klingt alles so dramatisch. Man tut eben, was man kann und legt sich dann schlafen. Und auf diese Weise geschieht es, daß man eines Tages etwas geleistet hat.
Paula Modersohn-Becker, (1876 - 1907)

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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Nirbheeti » Samstag 18. August 2012, 16:21

Liebe Tina,

manchmal scheint sich gar nichts zu verändern - und es geschieht doch etwas:

Neun Jahre vor meinem letzten Besuch beim HNO war ich schon einmal mit meinem Vater (~90 J.) dort, der gerade zu uns gezogen war - und wegen seiner Schwerhörigkeit für unsere geschädigten Lehrerohren einfach zu laut war. Ich ließ mich gleich mit untersuchen und kriegte zu hören: "Was Ihr Vater in fortgeschrittenem Stadium hat, haben Sie im Anfangsstadium." Neun Jahre später mein nächster Anlauf. Da habe ich mich schon mal intensiv für meine Ohren geströmt, so ca. 2 Monate lang. Ich selbst hatte bis dahin keine Veränderung bemerkt. Dem Arzt wurde nach der Untersuchung eine Aufstellung vorgelegt, in die 2 Kurven eingezeichnet waren: die alten und die neuen Ergebnisse. Er guckte drauf, stutzte und sagte dann: "Da habe ich aber was ganz Anderes erwartet" und malte mit dem Finger eine imaginäre Kurve, die vom ersten Ergebnis doppelt so weit entfernt war, wie das Untersuchungsergebnis. Der Verlauf war deutlich verlangsamt worden.

Also, es lohnt sich, "die Ohren in den Wind zu hängen", damit man solche Hinweise von Anderen auch mitbekommt und sich davon ermutigen lässt.
--------
Ist ja toll, wie viele schon mitmachen!
Meine erste Beobachtung: Bei mir ist es völlig unmöglich, nur die Ohren zu bedenken! Augen, Nebenhöhlen, Kiefergelenk und vor allem Zähne und Zahnfleisch sind immer mit von der Partie. Scheint 'ne Energieparty stattzufinden da oben! (Aber ich hab natürlich schon einen Vorsprung, weil ich rumprobiert habe, bis die Idee ausgereift war. ;) )

Lieben Gruß!
Nirbheeti
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und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Klee » Sonntag 19. August 2012, 07:44

Zu Schwerhörigkeit hab ich grad mal ne Frage bzw. versuch das zu Ergründen.

Ich spiele ab und zu mit einem alten Mann, der sehr schwerhörig ist, Schafkopf.

Interessanterweise versteht er während des Kartens viel mehr als sonst.
Auch hören Schwerhörige oft gerade das was sie nicht hören sollen und meist geflüstert wird oder leis gesprochen wird.

Ist es vielleicht einfach nur eine unterschiedliche Frequenz, die nicht mehr "empfangen" wird - evtl. ist die Frequenz beim Sprechen von leisen Tönen anders als von lauten - schreienden.

Wenn ich nämlich mit diesem Mann ganz laut rede, versteht ers auch nicht und mir tut nur mein Hals weh vom Schreien. Währenddessen, wenn jemand mal leise eine Spiel ansagt, hat er es verstanden??

Bin gespannt, was ihr für Erfahrungen dazu habt.

Danke Euch
Klee
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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Kodo » Sonntag 19. August 2012, 08:38

*gelöscht*
Zuletzt geändert von Kodo am Dienstag 11. September 2012, 10:23, insgesamt 2-mal geändert.
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習うより慣れろ。

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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von optimistin » Dienstag 21. August 2012, 20:19

Hallo liebe Nirbheeti,
vielen Dank für diese tolle Strömkur. Bin etwas spät dran und habe heute erst davon gelesen, da ich einige Tage an der Ostsee war und das traumhafte Wetter genossen habe. Habe Deine Strömkur abgespeichert und fange nachher gleich mal mit den Mudras an.
glg von opti
Tränen sind kein Zeichen von Schwäche. Sie sind Zeichen dafür, dass man zu lange versucht hat, stark zu sein.
https://www.traum-ferienwohnungen.de/104779/

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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von ate2011 » Mittwoch 22. August 2012, 13:05

Nirbheeti hat geschrieben:Mudra 6: "Meine Ohren tun mir weh." (Shb 3, S. 15)
Lege die Fingerkuppen der beiden Daumen so auf den Ringfinger der gleichen Hand, dass sie den Fingernagel bedecken = Ring aus Daumen und Ringfinger.
Dieses Mundra ist bei mir oft schon unbewußt, da es mir auch hilft, mehr
Sauerstoff aufzunehmen.

Liebe Nirbhetti, freu mich schon auf das nächste Projekt, vllt. einmal die Augen
betreffend.

LG ate :lol:
"pure awareness"

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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Nirbheeti » Mittwoch 22. August 2012, 14:15

Liebe Klee,

du schreibst:
Auch hören Schwerhörige oft gerade das was sie nicht hören sollen und meist geflüstert wird oder leis gesprochen wird.
Wenn man schwerhörig wird, fallen zuerst die hohen Frequenzen aus. D. h. du kannst an der Stimme nicht mehr erkennen, von wem sie kommt. Als nächstes kommt die Beobachtung, dass "die Leute nuscheln". Dabei liegt es aber leider an der eigenen Wahrnehmung.

Wenn bei der inneren Hörverarbeitung im Gehirn zu wenig ankommt, versucht sie das auszugleichen und fordert mehr Input an. D. h. dass die Geräuschkulisse nicht mehr ausgeblendet wird und alles Gesprochene darin untergeht. Früher konnte man das alles bei 6 decibel Unterschied noch hören. Gleichzeitig versucht das Gehirn über die Augen auszugleichen und man fängt an, von den Lippen abzulesen. Das kommt ganz unbemerkt.

Oft kann die innere Hörverarbeitung auch nicht mehr orten, woher der Klang kommt. Das ist im Verkehr ein besonders goßes Handycap. Woher kommt der Krankenwagen denn nun?

Wer mehr über diese Dinge erfahren möchte: Ich habe es bei Fred Warnke gelernt - eigentlich wegen der drei schwerhörigen Schüler, die ich damals in der Klasse hatte. Daher konnte ich dann auch meine eigene beginnende Schwerhörigkeit beobachten. Kurz vor Unterrichtsbeginn: Klasse ist laut. Eins der schwerhörigen Kinder steht vor mir und ich sehe, dass sich die Lippen bewegen. Aber ich höre nur Lärm-Müll. Und so ging es dem Kind natürlich auch mit meiner Stimme, wenn die Klasse laut war. Dieses Kind hatte extrem auf visuelle Wahrnehmung umgeschaltet und zeichnete bereits im 2. Schj. seine Umgebung ganz akkurat. Vor lauter Freude darüber hat keiner außer mir das Defizit gemerkt. Aber in der Klasse konnte selbst dieses Kind es nicht ganz verschleiern.

Meine Überlegung zu dem schwerhörigen alten Herrn: Wenn jemand ganz leise spricht, werden die anderen meist still, um alles mitzukriegen. Die Geräuschkulisse ist weg und der Schwerhörige kann es wahrnehmen.

Reicht das erst mal?

@ ate
Keine Angst: Es ist alles mit einander verbunden. Hab schon weiter oben geschrieben, dass bei mir Zähne und Augen mitreagieren, mal mehr, mal weniger bei den unterschiedlichen Griffen.

Lieben Gruß!
Nirbheeti
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Re: Strömkur für die Ohren

Beitrag von Nirbheeti » Mittwoch 22. August 2012, 20:32

Ihr Lieben,

weiter geht's:
So symptomfern wie möglich: Ohren und Zehen
Zu den nächsten Griffen habe ich mich auch von den Fußreflexzonen inspirieren lassen. Wenn ihr im Sitzen einen Fuß heranzieht und ihn auf den gegenüber liegenden Oberschenkel legt, schaut ihr auf die Innenseite (medial) des Fußes. Wenn ihr darauf das Bild eines sitzenden Menschen, von der Seite gesehen, projiziert, dann kann man regelrecht den Verlauf der Wirbelsäule sehen. Legt man beide Sohlen zusammen, dann sieht es aus, als ob zwei Menschen mit dem Rücken aneinander gelehnt auf dem Boden sitzen und die Beine herangezogen haben. Jeder Fuß ist ein kleines Abbild der jeweiligen Körperhälfte.

Für eine grobe Orientierung:
Die Sohlen entsprechen dem Rücken.
Der Fußrücken entspricht der Vorderseite des Körpers.
Die Zehen entsprechen Kopf und Hals, HWS; (SES 7 Kopfmitte).
Der Ballen entspricht Schulter und Brustbereich, BWS;
Das Fußgewölbe entspricht der Taille, LWS; (SES 6 Innenseite, SES 24 Außenseite)
Die Ferse entspricht der Hüfte, dem Kreuz- und Steißbein. (SES 5 Innenseite, SES 16 Außenseite).
Den Ohren, die an der Außenseite des Kopfes sitzen, entsprechen die beiden äußeren Zehen. Damit bieten sie sich ganz besonders an, wenn wir die Ohren "symptomfern" strömen möchten. Nun reichen die Ohren aber mit dem Innenohr und mit der inneren Hörverarbeitung tief ins Gehirn hinein und haben dadurch auch einen Bezug zur Körpermitte innerhalb des Kopfes. Das entspricht dem großen Zeh, der am dichtesten zur Körpermitte liegt.

Was haben wir denn im JSJ in diesen drei Zehen?

Kleiner Zeh: der Blasenstrom endet, der Nierenstrom beginnt (4. Tiefe). Die Ohren entwickeln sich aus dem gleichen Keimblatt wie die Nieren – und die Ohrmuscheln haben die Form eines Babys im Mutterleib. (Hier gibt es noch eine weitere Verbindung: die Ohrenreflexzonen, die auch bei der Akupunktur genutzt werden.)
Ringzeh: ein Zweig des Gallenblasenstroms endet (3. Tiefe).
Großer Zeh:
Der Gallenblasenstrom gibt die Energie an den Leberstrom weiter (3. Tiefe). Der Magenstrom, der neben äußerem Augenwinkel und vor dem Ohr durchs Gesicht fließt, gibt die Energie an den Milzstrom weiter (1. Tiefe).

Ist ja ein Ding: Die Strömidee führt uns zu den drei Gesichtsströmen (Blase, Gallenblase, Magen) und den darauf folgenden Zehenströmen (Niere, Leber, Milz). Die drei Gesichtsströme fließen in der Umgebung des Ohres oder ins Außenohr, bevor sie zu den Zehen absteigen.So leiten sie Überschuss zu den Füßen ab. Sie erden, bringen in Bewegung. Über den kleinen und großen Zeh wird auch noch dafür gesorgt, dass die aufsteigenden Zehenströme die Energie in Richtung Brustkorb weiterleiten. Kurz gesagt: Sie spielen "Volksbank" und machen den Weg frei.

Dass wir diese Zehen halten, ist ja klar. Aber wo lassen wir die zweite Hand? Ach, wir nehmen einfach mal die SES mit den positiven Zahlen für die Tiefen! Das sind
SES 6 - 4. Tiefe
SES 8 - 3. Tiefe
SES 5 - 1. Tiefe
Mal sehen, was dabei herauskommt...

Übung 2: Ohrenzehen und die positiven Zahlen der jeweiligen Tiefe

(Übung im Sitzen, ein Fuß liegt auf dem gegenüberliegenden Oberschenkel; für die andere Seite jeweils umgekehrt.)

1. R re 6 – L re kleiner Zeh ( :lol: Ups: Text 2, S. 49)
2. R re 8 – L re Ringzeh
3. R re 8 – L re großer Zeh
4. R re 5 – L re großer Zeh

Wenn du magst, bleibe mit deiner Aufmerksamkeit bei den Ohren oder schicke sie zu dem entsprechenden Zeh.

Viel Spaß beim Strömen!
Nirbheeti
Entdeckung heißt sehen, was alle gesehen haben,
und dabei zu denken, was keiner gedacht hat.
(What Mary says, S. 11)

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